Maca
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Maca - die "Königin der Anden" wächst in den Hochebenen Perus
Die Geschichte von Maca in der Hochkultur der Inkas
Maca wird heute wieder auf traditionelle Weise angebaut
Die Botanik der überaus robusten und widerstandsfähigen Macawurzel
Anbau und Ernte von Maca ist eine echte Herausforderung
Die Verarbeitung der außergewöhnlichen Maca Pflanze
Leckere Maca Rezepte
Maca - die "Königin der Anden" wächst in den Hochebenen Perus
Die Indianer Perus nennen Maca die "Königin der Anden". In den Hochebenen der peruanischen Anden ist die Wurzelknolle Maca beheimatet, die auch die Bezeichnung "peruanischer Ginseng" trägt, obwohl sie nicht zur Familie der Ginseng-Pflanzen gehört.
In den Anden ist Maca extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Starke Temperaturschwankungen, kontinuierliche kräftige Winde und intensive UV-Strahlung durch die Höhenlage übersteht die Pflanze. Insgesamt ist Maca eine überaus robuste Pflanze mit hoher Widerstandskraft. Sie zeichnet sich durch mit die höchste Frostbeständigkeit innerhalb der einheimischen kultivierten Pflanzegattungen aus.
Bis heute wird Maca in traditioneller Weise angebaut, so wie sie von den Inka von Generation zu Generation übernommen wurde. In einer Höhe von 3800 m bis 5000 m über dem Meeresspiegel wird Maca angebaut, dort wor sonst fast kaum noch etwas wächst. Die Pflanze konzentriert die Nährstoffe, so dass erst nach mehreren Jahren wieder neu bepflanzt werden kann.
Maca gedeiht nur auf völlig unverbrauchten Böden, so dass die Bauern ständig die Anbaufelder rotieren. Die frischen Maca-Wurzeln werden sorgfältig geerntet und weiterverarbeitet. Dies bietet einen größtmöglichen Erhalt der wertvollen Nährstoffe.
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Die Geschichte von Maca in der Hochkultur der Inkas
Schon während der Hochkultur der Inkas vor 2000 Jahren wurde Maca im peruanischen Hochland kultiviert. Einige Quellen gehen davon aus, dass Maca bereits weit vor 1600 v. Christus angebaut und ein hoch geschätztes Lebensmittel der Menschen in den zentralperuanischen Anden war.
Maca stand im Mittelpunkt zahlreicher religiöser Riten und wurde den Göttern als Opfer dargebracht. Die Inka verehrten Maca sogar als heilige Pflanze.
Als die Spanier das Reich der Inka zu erobern begannen und bei ihrer Suche nach Gold in das Land vordrangen, lernten sie die besonderen Eigenschaften der Maca-Pflanze kennen und schätzen. Schnell hatte die Pflanze ein so große Bedeutung, dass erhobene Steuern als Maca Wurzel entrichtet werden konnten. Selbst an den spanischen Königshof drang die Kunde und Maca wurde an den königlichen Hof geliefert.
In den nachfolgenden Jahrhunderten verlor die Maca Pflanze jedoch an Bedeutung. Jahrhundertelang war sie von den Inkas und auch der Vor-Inkakultur verehrt worden. Durch die Gier nach Gold mussten jedoch immer mehr Einheimische in den Bergwerken arbeiten. Die Äcker blieben unbestellt und ganze Anbauflächen verödeten.
Kultur, Sprache, Religion und auch traditionelle Nahrungsmittel wie Maca wurden von den spanischen Eroberern verboten. In späteren Jahrhunderten zogen viele Menschen in die Städte. Dort nahmen sie nicht nur die neue Lebensweise an, sondern auch die damit verbundenen neuen Essgewohnheiten.
Das Wissen um die herausragenden Eigenschaften von Maca ging fast verloren und blieb nur noch in abgelegenen Regionen des peruanischen Hochlands lebendig.
Maca wird heute wieder auf traditionelle Weise angebaut
Seit einigen Jahrzehnten wird die Macaknolle wissenschaftlich erforscht. Der ernährungsphysiologische Wert der Pflanze rückte in den Mittelpunkt des Interesses. Die ganze Welt blickt mittlerweile auf diese außergewöhnliche Pflanze aus den peruanischen Hochebenen.
Der Bedarf an Maca und Macaprodukten steigt stetig an. Die Nachfrage bringt die Bauern im peruanischen Hochland dazu, verstärkt Maca anzubauen. Die Macaproduktion ist mittlerweile zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden und stellt für die einheimische Bevölkerung eine wesentliche Einnahmequelle dar.
Die Pflanzen werden wieder auf traditionelle Weise angebaut. Die gesamte Arbeit wird fast ausschließlich von Hand erledigt. Unter oftmals schwierigen Bedingungen bewirtschaften die Bauen Felder, die selten größer als fünfhundert Quadratmeter sind.
Die Botanik der überaus robusten und widerstandsfähigen Macawurzel
Maca ist eine kleine Wurzelknolle und gehört zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler). Die botanische Bezeichnung lautet Lepidium meyennii Walpert oder auch synonym Lepidium meyennii Chacón.
Die etwa 20 cm hohe Pflanze gedeiht in ihrer natürlichen Heimat unter rauesten klimatischen Bedingungen. Extreme Temperaturschwankungen, heftige Winde und starke UV-Strahlung durch die Höhenlage von bis zu 5000 m - mit all diesen widrigen Bedingungen wird die Maca Pflanze fertig. Die Pflanze ist so robust und widerstandfähig, dass sie nicht nur mit den extremen Temperaturen sondern auch mit dem kargen Felsboden fertig wird, auf dem sie wächst. Schon seit Jahrhunderten behauptet sich diese beispiellose Pflanze erfolgreich.
Die grünen welligen Blätter der Maca liegen dicht am Boden und sind sternförmig angeordnet. Sie werden von den Peruanern als frisches Gemüse verzehrt. Die weißen Blüten sind selbstbefruchtend.
Herausragende wirtschaftliche Bedeutung besitzt jedoch ein anderer Pflanzenteil, die Wurzelknolle. Die unter der Erde reifende Macawurzel wird bei einer Länge von zehn bis zwölf Zentimetern geerntet. Neben einer Hauptwurzel bildet die Pflanze sekundäre Knollenwurzeln aus. Die Wurzelknolle kann entweder frisch verzehrt oder durch Trocknung haltbar gemacht und z.B. auch zu Mehl verarbeitet werden.
Die Maca-Knollen sind ganz unterschiedlich gefärbt. Die Farbpalette reicht von weiß und gelb über rot, lila und braun bis hin zu schwarz. Dabei ist ganz interessant, dass ein und dieselbe Mutterpflanze verschieden gefärbte Knollen ausbildet.
Etwa 40 % der Knollen sind gelb, 30 % sind rot und nur 2 % sind schwarz. Das kann je nach Anbaugebiet auch stark schwanken. In manchen Regionen überwiegen mitunter die schwarzen Knollen. Je nach Farbe ändert sich auch die Nährwertzusammensetzung.
Die frischen Macawurzeln werden hierzulande nicht angeboten. Dafür gibt es jedoch das Macapulver als Nahrungsergänzungsmittel. Es wird aus den getrockneten Wurzeln hergestellt. Je schonender die Verarbeitung, um so mehr der wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.
Bei der Bevölkerung des peruanischen Hochlandes zählt die Maca zu den Grundnahrungsmitteln. Sie Wurzel wird gekocht, gebraten oder als Brei gegessen. Selbst Rezepte für Desserts auf Maca-Basis sind vorhanden. Für den Maca-Saft werden die Knollen in Wasser gekocht um einen Sud zu gewinnen. Im peruanischen Huancayo ist Maca sogar als Marmelade und Pudding beliebt. Die Knollenwurzeln haben einen scharfen Geschmack und ein Aroma ähnlich einem Karamelbonbon.
Neben den frischen Knollen wird das Pulver aus der geriebenen Maca-Wurzel in der Küche in Suppen verwendet. Die getrockneten Wurzeln können bis zu sieben Jahre lang gelagert werden.
Beliebt ist es auch, die frischen Wurzeln vorzubereiten und dann in der Asche der Feuerglut zu backen oder zu rösten, ähnlich wie Süßkartoffeln. Außerdem werden sie häufig zu einem süßen, duftenden, gegorenen Getränk namens maca chicha verarbeitet, das regen Zuspruch findet.
Anbau und Ernte von Maca ist eine echte Herausforderung
Der Anbau von Maca in den Hochebenen Perus ist für die Bauern eine echte Herausforderung. Auch heute erfolgen Anbau und Ernte teilweise in Handarbeit. Die Felder werden bei extremen Temperaturen und starken Winden bestellt. Die "Königin der Anden" - wie Maca häufig genannt wird - wächst in großen Höhen bis zu fünftausend Meter über dem Meeresspiegel.
Am Anfang der Regenperiode In den Monaten September bis Dezember säen die Bauern die Pflanzensamen aus. Anders als viele andere Knollengewächse wird Maca durch Samen weiterverbreitet.
Vor dem Aussäen wird der Boden vorbereitet, mit Mist gedüngt und häufig werden kleine Kanäle für die Drainage des Regenwassers angelegt. So robust und widerstandsfähig die Maca-Pflanzen auch sind, sie tolerieren keine Staunässe. Trotz der sehr harten Böden und dem nur vereinzelten Einsatz von Technik ziehen die Bauern die Drainagegräben in die Erde. Es ist eine anstrengende, harte körperliche Arbeit.
Der starke Wind könnte die Pflanzensamen weit weg wirbeln. Deshalb stehen die Bauern schon früh am Morgen auf den Feldern, denn dann weht der Wind noch nicht stark. Zeitig bringen sie das Saatgut aus. Dabei haben sich bestimmte Vorgehensweisen bewährt. Jedes Kilo Macasamen vermengen die Bauern mit mehreren Kilogramm Erde und säen diese Mischung aus. Viele der Maca-Bauern treiben nach der Aussaat ihre Schafe auf die Felder. Die Tiere treten das Saatgut fest und schützen es dadurch vor dem heftigen Wind.
Nach sechs bis acht Monaten Wachstum wird im Mai bis Juni geerntet. Bis es soweit ist, haben die Bauern jede Menge Arbeit. Etwa acht Wochen nach der Aussaat werden die Reihen der Pflanzen gelichtet. Das fördert den kräftigen und gleichmäßigen Wuchs der Macapflanzen. Auch hier wird die Arbeit wieder von Hand verrichtet, gleichzeitig wird Unkraut entfernt.
In den darauffolgenden Wochen und Monaten reichert die Maca Wurzel die wertvollen Inhaltsstoffe im Pflanzeninneren an. Sie entzieht dabei dem Boden so viele Nährstoffe, dass die Böden eine mehrjährige Ruhepause brauchen. Die lange Regenerationsphase ist auch aufgrund der Höhenlage erforderlich. Die Bauern betreiben also Flächenwechsel um die Ernte im nächsten Jahr zu sichern.
Sobald die Erntezeit gekommen ist, holen die Menschen die wertvollen Knollen behutsam aus der Erde. Auch auf kleineren Feldern von ungefähr sechshundert Quadratmetern haben bis zu fünf Menschen mehrere Tage lang zu tun. Um die Macawurzeln unbeschadet aus der Erde zu holen, verwenden die Bauern ein spezielles Arbeitsgerät, eine besonders geformte Haue, die von den Einheimischen "Cashu" genannt wird.
Zur Übersicht der einzelnen Maca-Produkte
Die Verarbeitung der außergewöhnlichen Maca Pflanze
Nach der Ernte werden die Wurzelknollen mehrere Wochen lang schonend getrocknet. Dann werden die Macawurzeln auf die regionalen Märkte transportiert oder weiterverarbeitet.
Maca gelangt in unterschiedlicher Form in den Handel, beispielsweise als Kapseln mit Macapulver, als Macaextrakt oder als Maca-Mehl.
Maca-Produkte werden in alle Welt exportiert. Mehr als dreißig Prozent der Macaproduktion geht derzeit nach Japan, gefolgt von den USA. In Europa wird die Nachfrage nach Maca stetig größer. Vor allem in Belgien, Deutschland und Frankreich haben sich Macaerzeugnisse zum Verkaufshit entwickelt.
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Leckere Maca Rezepte
Dattel-Curry-Dip mit Macapulver
Zutaten
für 2 Personen:
50 g Sauerrahm
50 g Frischkäse
3 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 TL Honig
30 g Datteln
30 g Lauchzwiebeln
1 TL Currypulver
2 TL Macapulver
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Sauerrahm, Frischkäse und Olivenöl in einer Schüssel glatt rühren. Zitronensaft, Honig und das Macapulver unterrühren. Die Lauchzwiebeln fein schneiden, die Datteln würfeln und alles unter die Creme geben. Mit Curry, Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passt Brot oder Gemüse (z.B. Chicoree, Paprika) zum Dippen.
Quelle: Amazonas Products
Menüserösti mit Macapulver
Zutaten
für 4 Personen:
500 g Kartoffeln
800 g Karotten
2 Bund Schnittlauch
500 g Naturjogurt
3 Eier
1 TL Curry
3 TL Maca
Salz
Pfeffer
Öl
Zubereitung
Kartoffeln und Karotten schälen, waschen und grob raspeln. Schnittlauch waschen, trocken tupfen und ein Bund in Röllchen schneiden. Kartoffeln, Karotten, Eier, Schnittlauch und Gewürze gut verrühren. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und kleine Rösti darin braten. Für den Kräuterjoghurt den restlichen Schnittlauch klein schneiden und unter den Joghurt rühren. Maca hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Quelle: Amazonas Products
Kartoffelsalat mit Minze-Joghurt-Dressing und Macapulver
Zutaten
für 4 Personen:
600 g kleine Kartoffeln
1 rote Zwiebel
½ Bund Radieschen
1 EL Sonnenblumenöl
2 EL weißer Balsamico
4 EL Gemüsebrühe
2 TL gehackte Minze
150 g Naturjoghurt
4 TL Maca
2 EL Zitronensaft
2 EL
Schnittlauchröllchen
Zucker
Salz
Pfeffer
Minze für die Deko
Zubereitung
Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in Salzwasser garen. Sie sollten nicht zu weich werden, damit sie sich gut schneiden lassen. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln abkühlen lassen. Die Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Danach die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Diese in 1 EL Öl glasig dünsten. Für das Dressing Essig, Brühe, Salz und Pfeffer verrühren und mit etwas Zucker abschmecken. Die Kartoffeln schälen und je nach Größe vierteln oder achteln und mit der Salatsoße, der Minze und den Zwiebelringen vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.
Joghurt mit Pfeffer, Salz, Macapulver und Zitronensaft abschmecken. Die Schnittlauchröllchen unterrühren. Kartoffelsalat auf Schälchen verteilen, mit etwas Joghurtdressing bedecken und mit Minze garniert servieren.
Quelle: Amazonas Products
Maca Smoothie
Zutaten
1 Pampelmuse
2 grüne Äpfel
4 mittelgroße Möhren
frischer Ingwer
1 Teelöffel Maca Pulver
Zubereitung
Pampelmuse, Äpfel, Möhren und Ingwer im Entsafter auspressen. Das Maca Pulver unterrühren, gut umrühren und sofort genießen.
Bild: #820343 © Liv Friis-larsen - Fotolia.com
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